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Warum wird bei der Nassfeuerverzinkung dem Zinkbad kein Aluminium zugesetzt?

Bei der Feuerverzinkung im „Nassverfahren“ wird dem Zinkbad grundsätzlich kein Aluminium zugesetzt. Wenn dem Zinkbad Aluminium zugesetzt wird, schwimmt es aufgrund seiner im Vergleich zu Zink geringeren Dichte auf der Oberfläche des Zinkbades. Das bei der „Nass-Verfahren“-Feuerverzinkung verwendete Flussmittel wird direkt auf diese Zinkbadoberfläche aufgetragen. Dadurch kommt das Flussmittel zunächst mit der Aluminiumschicht auf der Oberfläche in Kontakt, was zu einer heftigen Reaktion zwischen beiden führt, bei der flüchtiges Aluminiumtrichlorid entsteht. Die Reaktionsgleichung lautet wie folgt:

3ZnCl₂ + 2Al → 3Zn + 2AlCl₃ ↑

Aus der obigen Gleichung ist ersichtlich, dass das weniger reaktive Zink durch das reaktivere Aluminium in seiner Verbindung (ZnCl₂) ersetzt wird, wodurch Aluminiumtrichlorid (AlCl₃) entsteht. Aluminiumtrichlorid kann bereits bei einer niedrigen Temperatur von 123 Grad sieden und verdampft daher schnell aus dem Flussmittel. Unterdessen kann unverdampftes Aluminiumtrichlorid unlösliche Säuren und AICl₃·NH₃ erzeugen. AICl₃·NH₃ kann bei 400 Grad sieden und verdampfen. Wie oben erwähnt, führt die Verdunstung von Aluminiumverbindungen zu einem erheblichen Verlust des Chlorgehalts im Flussmittel, der bei der Verzinkung eine Rolle spielt und zu fehlenden Verzinkungsstellen auf der Oberfläche verzinkter Stahlrohre führt.