Feuerverzinkte Stahlrohre sind geschweißte Stahlrohre mit einer feuerverzinkten oder elektrolytisch verzinkten Schicht auf der Oberfläche. Die Verzinkung erhöht die Korrosionsbeständigkeit der Rohre und verlängert ihre Lebensdauer. Diese Rohre haben ein breites Anwendungsspektrum, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Rohrleitungen zum Transport von Niederdruckflüssigkeiten wie Wasser, Gas und Öl. Sie werden auch in der Erdölindustrie verwendet, insbesondere als Ölbohrrohre und Ölübertragungsrohre in Offshore-Ölfeldern. In der chemischen Industrie und der Kokereiindustrie dienen sie als Ölerhitzer, Kondensatoren und Wärmetauscher für Kohlenteerwaschöl. Darüber hinaus werden sie für Rohrpfähle in Gerüsten und als Stützrahmen in Bergwerkstunneln eingesetzt.
Bei der Feuerverzinkung kommt es zu einer Reaktion zwischen geschmolzenem Metall und der Eisenmatrix, bei der eine Legierungsschicht gebildet wird, wodurch die Matrix mit der Beschichtung verbunden wird. Der Prozess beginnt mit dem Beizen des Stahlrohrs, um Eisenoxid von seiner Oberfläche zu entfernen. Nach dem Beizen wird das Rohr in einem Tank mit einer wässrigen Lösung aus Ammoniumchlorid, Zinkchlorid oder einer Mischung aus beiden gereinigt, bevor es in ein Feuerverzinkungsbad getaucht wird.
Die Feuerverzinkung bietet Vorteile wie eine gleichmäßige Beschichtung, starke Haftung und lange Lebensdauer. Die Stahlrohrmatrix durchläuft komplexe physikalische und chemische Reaktionen mit der geschmolzenen Verzinkungslösung, wodurch eine korrosionsbeständige, dicht strukturierte Zink-Eisen-Legierungsschicht entsteht, die sich nahtlos in die reine Zinkschicht und die Stahlrohrmatrix einfügt und so eine außergewöhnliche Korrosionsbeständigkeit verleiht.
Gleichmäßigkeit der verzinkten Schicht: Die Stahlrohrprobe darf nach fünfmaligem Eintauchen in eine Kupfersulfatlösung nicht rot werden (verkupferte Farbe).
Oberflächenqualität: Die Oberfläche des feuerverzinkten Stahlrohrs sollte eine vollständige Verzinkungsschicht aufweisen und frei von unbeschichteten schwarzen Flecken und Blasen sein. Geringe Rauheit und lokale Zinkknollen sind zulässig.
Gewicht der verzinkten Schicht: Je nach Anforderung des Käufers kann das Gewicht der verzinkten Schicht auf dem Stahlrohr gemessen werden, wobei der Durchschnittswert nicht unter 500 g/m² liegen darf und keine einzelne Probe unter 480 g/m² liegt.




